Das KJP und seine Arbeit und Aufgaben



Warum ist das KJP so wichtig?


Wir sehen es als große Chance und als Privileg an, dass wir in Schlitz ein Kinder- und Jugendparlament haben. Die meisten Städte in Deutschland haben leider keins. Wir aber haben die Möglichkeit Anträge beim Magistrat und bei der Stadtverordnetenversammlung einzureichen, daher legen wir großen Wert darauf, dass wir den Kontakt zu den städtischen Gremien halten und untereinander eine gute Atmosphäre herrscht und wir produktiv miteinander arbeiten können. Wir wollen nicht, dass sich das KJP wieder einmal auflöst. Wir sind stolz auf unsere geleistete Arbeit und sicher, dass wir in den nächsten Jahren weiterhin viel erreichen werden. Wir haben ein KJP – und diese Chance wollen wir auch in Zukunft nutzen.


Wie setzt sich das KJP zusammen?


Das Kinder- und Jugendparlament, abgekürzt KJP, setzt sich aus ca. 25 Abgeordneten zusammen. Es sollen möglichst von jedem Stadtteil ein Abgeordneter vertreten sein.
Für die Schlitzer Gemeinde gilt:
- 7 Abgeordnete für die Kernstadt
- 2 Abgeordnete für den Stadtteil Queck
- 1 Abgeordneter für die übrigen Stadtteile

Wenn es vorkommen sollte, dass ein Stadtteil nicht vertreten ist, bleibt dieser Sitz für die zwei Jährige Legislaturperiode unbesetzt bzw. wird von den anderen Abgeordneten des KJPs  mit vertreten.
Die Mitarbeit im Kinder- und Jugendparlament ist ehrenamtlich.
Die Kandidaten werden für 2 Jahren hinein gewählt.


KJP Wahl


Alle Kinder und Jugendliche, die in der entsprechenden Gemeinde wohnen und zur Wahlzeit zwischen 12 und 18 Jahr alt sind, haben ein aktives Wahlrecht.
Das passive Wahlrecht besteht bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres.

Aufgestellt werden können alle Kinder und Jugendliche, die in dieser Gemeinde wohnen, mindestens 12 Jahre alt sind und das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Die Wahl wird in den Schulen durchgeführt.




Welche Ziele und Aufgaben hat das KJP?


Das KJP dient als Bindeglied zwischen den Kindern und Jugendlichen der Gemeinde und den politischen Entscheidungsträgern.

Es soll ein Forum sein, in dem die jugendpolitischen Standpunkte und Interessen vertreten, diskutiert und in die  Öffentlichkeit vorgetragen werden.
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Die Sitzungen des Kinder-und Jugendparlaments sind öffentlich und finden mindestens 4mal im Jahr statt.
Außerdem berichtet der Vorstand 2 mal im Jahr der Stadtverordnetenversammlung über seine Abrbeit.
Mit dem Magistrat trifft sich der Vorstand des KJP's mindestens 1mal im Jahr, um ihm Vorschlägeoder Anträge direkt vorzulegen und darüber zu sprechen.

Im KJP werden die Themen frei gewählt. Es können alle Themen behandelt werden, von denen sich die Jugend angesprochen oder auch betroffen fühlen.

2 mal im Jahr hält das KJP natürlich eine Vollversammlung nur für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde ab, bei der sie ihre Vorschläge und Anträge dem Kinder-und Jugendparlament nahe legen können.



Was sind die Verpflichtung der Stadt?


Die Stadt (der Magistrat und der Kulturausschuss) verpflichtet sich, Anträge, Empfehlungen und Vorschläge des KJPs zu beraten und der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung weiterzuleiten.

Für die Aufgaben des Kinder- und Jugendparlaments stellt die Stadt ausreichend finanzielle Mittel und Räumlichkeiten zur Verfügung, um so eine Ordnungsgemäße Arbeit zu ermöglichen.

Der Vorstand des KJPs, welcher aus 2 gewählten Abgeordneten des Kinder- und Jugendparlamentes besteht, kann von der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung zugezogen werden.

Der Bürgermeister oder ein Vertreter von ihm haben das Recht an jeder Sitzung Teilzunehmen.
Zudem haben sie das Rederecht während der Sitzung.


Der Vorstand


Welche Probleme stellen sich dem KJP?


Ein Problem, dass sich dem KJP immer wieder stellt ist, dass sich Jugendliche nachdem sie gewählt worden sind, nicht mehr weiter engagieren. Das ist sehr schade und wir versuchen dem entgegenzuwirken, in dem wir ständigen Kontakt zu den einzelnen Mitgliedern suchen, um die Gründe für fehlendes Engagement zu verstehen und beheben zu können. Es ist nicht immer leicht, neben Schule/Ausbildung und Freizeitaktivitäten noch Zeit zu finden, Sitzungen abzuhalten und Aktionen zu planen. Wir versuchen in der Zeitung, auf politischen Veranstaltungen, im Internet und durch Kooperationen mit anderen KJPs oder Jugendorganisationen präsent zu sein und zu bleiben. Ab und zu treten auch bürokratische Hürden auf, so z.B. als wir unseren Antrag zur Beschlussfähigkeit durchsetzen wollten. Hier ging es darum, unserem KJP die Möglichkeit zu geben, schneller beschlussfähig zu sein, in dem diejenigen Mitglieder, die länger als drei Monate nicht aktiv sind, aus dem KJP ausgeschlossen werden. Leider wurde dieser Antrag abgelehnt, da es auch in der "echten Politik" nicht möglich ist, gewählte Mandatsträger aufgrund Nichtanwesenheit und fehlender Beteiligung von ihrem Amt auszuschließen. Ein weiteres Problem stellt die Kommunikation zwischen den KJP-Mitgliedern dar. Bei spontaneren Aktionen fällt es immer wieder schwer, alle zu erreichen und jeden von dem entsprechenden Vorhaben rechtzeitig zu informieren. Handynummern wie Emailadressen ändern sich und die Kalender sind oft viele Wochen im Vorraus verplant.In letzter Zeit haben wir stark mit dem Wegzug von KJP-Mitgliedern zu kämpfen. Viele machen eine Ausbildung in einer anderen Stadt oder sind mit ihren Familien umgezogen.Das KJP ist unparteiisch – und das stellte für uns nie ein Problem, sondern immer einen Vorteil dar. Dadurch können wir nämlich die Vorschläge der Parteien, welche z.B. die Themengebiete Jugend oder Soziales betreffen, unabhängig bewerten, mit allen Fraktionen zusammenarbeiten und unsere Meinung einbringen, ohne uns auf die eine oder die andere Seite zu schlagen. Uns geht es nur um die Vorschläge, welche uns betreffen, nicht um die Partei, die diese äußert.