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 Das Schlitzer Kinder- und Jugendparlemt fungiert als Bindeglied zwischen der Jugend und den politischen Entscheidungsträgern. Es ist ein Forum, in dem die gewählten Vertreter ihre Interessen zur Sprache bringen können. Die Jugendlichen können ihre politischen und sozialen Standpunkte formulieren, diskutieren und an die Öffentlichkeit tragen. Mit dem KJP besteht die Möglichkeit, die Interessen der Kinder und Jugendlichen durchzusetzen, wobei alle Themen behandelt werden, die die Jugend der Stadt ansprechen will. Mindestens einmal im Monat findet eine Sitzung statt, die immer öffentlich ist.
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 Die Wahl der Abgeordneten findet in der Kernstadt und in den jeweiligen Ortsteilen statt. Der Wahltermin und die entsprechenden Wahllokale werden den wahlberechtigten Jugendlichen mit den Kandidatenlisten rechtzeitig zugeschickt. Das KJP besteht für gewöhnlich aus 25 Abgeordneten. Auf je 50 Jugendliche entfällt ein Abgeordneter. Jeder Stadtteil soll vertreten sein, wobei die Kernstadt acht, Hutzdorf zwei und die übrigen Ortsteile je einen Abgeordneten haben. Gewählt wird man für eine Amtsperiode von zwei Jahren. Sollte es nicht möglich sein, in den Ortsteilen oder in der Kernstadt die entsprechenden Abgeordneten zu finden, so bleiben diese Sitze für die Legislaturperiode unbesetzt. Aktives sowie passives Wahlrecht haben alle Jugendlichen die mindestens 12 Jahre alt sind und das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Im neu gewählten Kinder- und Jugendparlament wird dann ein Vorstand gewählt, der momentan aus zwei Vorsitzenden und zwei Stellvertretern besteht. Mindestens einmal im Jahr darf das KJP mit dem Magistrat tagen und kann zweimal im Jahr eine Vollversammlung für alle Kinder und Jugendlichen abhalten.
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Welche Probleme stellen sich dem KJP? |
 Ein Problem, dass sich dem KJP immer wieder stellt ist, dass sich Jugendliche nachdem sie gewählt worden sind, nicht mehr weiter engagieren. Das ist sehr schade und wir versuchen dem entgegenzuwirken, in dem wir ständigen Kontakt zu den einzelnen Mitgliedern suchen, um die Gründe für fehlendes Engagement zu verstehen und beheben zu können. Es ist nicht immer leicht, neben Schule/Ausbildung und Freizeitaktivitäten noch Zeit zu finden, Sitzungen abzuhalten und Aktionen zu planen. Wir versuchen in der Zeitung, auf politischen Veranstaltungen, im Internet und durch Kooperationen mit anderen KJPs oder Jugendorganisationen präsent zu sein und zu bleiben. Ab und zu treten auch bürokratische Hürden auf, so z.B. als wir unseren Antrag zur Beschlussfähigkeit durchsetzen wollten. Hier ging es darum, unserem KJP die Möglichkeit zu geben, schneller beschlussfähig zu sein, in dem diejenigen Mitglieder, die länger als drei Monate nicht aktiv sind, aus dem KJP ausgeschlossen werden. Leider wurde dieser Antrag abgelehnt, da es auch in der "echten Politik" nicht möglich ist, gewählte Mandatsträger aufgrund Nichtanwesenheit und fehlender Beteiligung von ihrem Amt auszuschließen. Ein weiteres Problem stellt die Kommunikation zwischen den KJP-Mitgliedern dar. Bei spontaneren Aktionen fällt es immer wieder schwer, alle zu erreichen und jeden von dem entsprechenden Vorhaben rechtzeitig zu informieren. Handynummern wie Emailadressen ändern sich und die Kalender sind oft viele Wochen im Vorraus verplant. In letzter Zeit haben wir stark mit dem Wegzug von KJP-Mitgliedern zu kämpfen. Viele machen eine Ausbildung in einer anderen Stadt oder sind mit ihren Familien umgezogen. Das KJP ist unparteiisch – und das stellte für uns nie ein Problem, sondern immer einen Vorteil dar. Dadurch können wir nämlich die Vorschläge der Parteien, welche z.B. die Themengebiete Jugend oder Soziales betreffen, unabhängig bewerten, mit allen Fraktionen zusammenarbeiten und unsere Meinung einbringen, ohne uns auf die eine oder die andere Seite zu schlagen. Uns geht es nur um die Vorschläge, welche uns betreffen, nicht um die Partei, die diese äußert.
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Warum ist das KJP so wichtig? |
 Wir sehen es als große Chance und als Privileg an, dass wir in Schlitz ein Kinder- und Jugendparlament haben. Die meisten Städte in Deutschland haben leider keins. Wir aber haben die Möglichkeit Anträge beim Magistrat und bei der Stadtverordnetenversammlung einzureichen, daher legen wir großen Wert darauf, dass wir den Kontakt zu den städtischen Gremien halten und untereinander eine gute Atmosphäre herrscht und wir produktiv miteinander arbeiten können. Wir wollen nicht, dass sich das KJP wieder einmal auflöst. Wir sind stolz auf unsere geleistete Arbeit und sicher, dass wir in den nächsten Jahren weiterhin viel erreichen werden. Wir haben ein KJP – und diese Chance wollen wir auch in Zukunft nutzen.
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 Vorsitzende: Viktoria Papulov und Vanessa Trägler Stellvertreter: Lara Herbert und Nadja Riechert (Schriftführerin)
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